Ansiedlung

Liegenschaften

Die Flächensituation für die gesamte Kiel Region stellt sich zusammengefasst wie folgt dar: Kleinteilige freie Flächen sind vor allen Dingen im ländlichen Raum im Kreis Plön zu finden und decken dort vorwiegend den lokalen Bedarf. Die größten zusammenhängenden entwickelten Flächen von überregionaler Bedeutung sind im Kreis Rendsburg-Eckernförde zu finden. Und zwar in Nortorf (14,7 ha), Eckernförde (14,2 und 7,3 ha), Büdelsdorf (14 ha), Flintbek (7,3 ha) und Rendsburg (9,5 ha). Das Gewerbegebiet Neuer Hafen Kiel-Canal beispielsweise ist ein perfekter logistischer Ausgangspunkt für Zulieferer von Windenergieanlagen, Hersteller von schweren Maschinen und Anlagen und auf den Containerumschlag ausgerichtete Logistikunternehmen. Das Gewerbegebiet ist durch eine schwerlastfähige Straße direkt mit dem neuen Hafen am Nord-Ostsee-Kanal verbunden und ebenso über die A 210 direkt mit der A 7. Und somit unmittelbar an der Hauptverkehrader zwischen Skandinavien und Südeuropa gelegen.

Potentiale

Die größte Nachfrage nach freien Flächen besteht in Kiel und Umgebung sowie im Bereich Rendsburg. Einer der interessantesten Standorte ist der Kieler Wissenschaftspark. In unmittelbarer Nachbarschaft zur größten Universität des Landes, der Christian-Albrechts-Universität, sind bereits über 50 Firmen auf dem 20 Hektar großen Gelände vertreten. Das Konzept des Parks sieht die Ansiedlung weiterer innovativer Firmen vor. An diesem ausgewählten Ort der Ideen profitieren Ansiedlungswillige von interessanten Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Doch die Kiel Region bietet auch anderweitig viel Freiraum für noch zu entwickelnde Möglichkeiten. Wie im gesamten Bundesgebiet, ist auch die Kiel Region mit dem Abbau verschiedener Bundeswehrstandorte konfrontiert. Standortschließungen sind für die Kaserne Lütjenburg (bisher 830 Dienstposten), den Flugplatz Hohn (bisher 850 Dienstposten) sowie die Kaserne Alt Duvenstedt (bisher 940 Dienstposten) vorgesehen, eine signifikante Reduzierung des Bundeswehrstandorts erfolgt voraussichtlich im Marinearsenal Kiel (von 5.290 auf 3.590 Dienstposten), in Panker und Plön. Potentiale für Flächenentwicklungen liegen somit zum Beispiel auf dem MFG 5-Gelände in Kiel-Holtenau. Beim Flughafen Hohn könnte über eine zivile Nutzung nachgedacht werden.

Verkehr

Die Kiel Region zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur und Erreichbarkeit aus. Als Standortstärken sind der Seehafen Kiel und der Nord-Ostsee-Kanal zu nennen. Eine sehr gute Verkehrsanbindung an übergeordnete Verkehrsachsen ist über die Straße insbesondere in Nord-Süd-Richtung gegeben. Der internationale Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel liegt in relativer Nähe. An dem noch unzureichenden Ausbau der Ost-West-Achse über die B202/B76/B210/203 muss im Hinblick auf die geplante Feste Fehmarn-Belt-Querung weiter gearbeitet werden. Ein leistungsfähiges Nahverkehrsangebot ist vorhanden. Es gibt eine direkte ICE-Anbindung an Hannover-Karlsruhe-Zürich, Stuttgart und Berlin-Leipzig sowie IC-Verbindungen über Hamburg, Köln und Frankfurt nach Nürnberg.