Baustein E Eignungsprofile für zukünftige Nutzungen von Standorten

Manchmal ergibt sich die Situation, dass für eine Entwicklungsfläche alternative Nutzungen vorstellbar sind. Dies kann im Rahmen einer gesamtgemeindlichen Konzeptentwicklung der Fall sein, z. B. bei der Neuaufstellung eines Flächennutzungsplans oder bei der Erarbeitung eines Ortsentwicklungskonzepts. Es kann aber auch sehr situativ geschehen, z. B. wenn Flächeneigentümer/-innen gegenüber der Gemeinde Verkaufsabsichten signalisieren.

In einem solchen Fall ist es sinnvoll, systematisch zu prüfen, für welche Nutzungen eine Fläche besonders gut – oder ganz im Gegenteil: eher nicht – geeignet ist. Bei der Erarbeitung eines solchen Eignungsprofils sollten Verkehrs- und Mobilitätsaspekte eine wichtige Rolle spielen.

Für die Berücksichtigung der Verkehrs- und Mobilitätsaspekte bietet sich eine Kombination der drei vorstehenden Bausteine B bis D an. Das Schaubild veranschaulicht diese Kombination:

  • Mit der Erreichbarkeitsanalyse aus Baustein B können die aktuellen Erreichbarkeitsverhältnisse der Untersuchungsfläche systematisch mit den unterschiedlichen Anforderungen der denkbaren Nutzungen und Zielgruppen verglichen werden. Die auf der Internetseite der KielRegion zu findende Excel-Vorlage bietet dazu die Möglichkeit das Erreichbarkeitsprofil einer Fläche für alternative Nutzungen und Zielgruppen bewerten zu lassen.
  • Mit Hilfe der Karten aus Baustein C kann leicht ermittelt werden, ob die Untersuchungsfläche in einem aktuellen oder zukünftigen ÖPNV-Gunstraum liegt.
  • Baustein D liefert alle Informationen über die Lage des betrachteten Standortes zu aktuellen oder zukünftigen Premiumrouten in der KielRegion.

Das Ergebnis der Profilbildung zeigt für einen Standort die aus Mobilitätssicht sinnvollste Nutzung. Beim Vergleich mehrerer Standorte können zudem Prioritäten abgeleitet werden. 

Ergebnis einer Profilbildung kann auch sein, von der Entwicklung des Standortes als Wohn- oder Gewerbegebiet bis auf weiteres Abstand zu nehmen.

In die Profilbildung sollten neben den hier genannten Mobilitätsaspekten auch noch weitere Aspekte mit einfließen, z. B. sensible Nutzungen in der Nachbarschaft oder naturschutzrechtliche Fragen. Hilfestellungen für eine erste schnelle Einschätzung gibt z. B. das Werkzeug „Projekt-Check“.

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Henning Bergmann

Neufeldtstraße 6
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