Baustein G Gemeinsame Pkw-Stellflächen für Unternehmen

Unternehmen haben oft einen erheblichen Parkraumbedarf für Ihre Mitarbeiter/-innen, Kunden/-innen, Geschäftspartner/-innen, Lieferant/-innen und ggf. den eigenen Fuhrpark. Siedeln sich in einem Gewerbegebiet mehrere Unternehmen an, baut häufig jede Firma ihren eigenen Parkplatz.

Dabei wird nicht nur viel Fläche versiegelt. Entsprechende Gebiete haben oft auch wenig Charme und Aufenthaltsqualität, weil kaum noch Raum für eine ansprechende Gestaltung bleibt. Zudem kostet es die Unternehmen viel Geld.

Bei der Planung neuer Gewerbeflächen kann es daher sinnvoll sein, gemeinsame Pkw-Stellflächen vorzusehen.

Die wesentlichen Vorteile sind:

  • Kostenersparnis: Nicht jede Firma muss ihre eigene Parkflächen und -anlagen bauen und unterhalten.
  • Flächenersparnis: Die gleiche Menge Büro-, Labor-, Produktions und Lagerfläche braucht weniger Bruttofläche Gewerbegebiet. Oder umgekehrt: Pro ausgewiesenem Hektar Gewerbegebiet entstehen mehr Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.
  • Bündelung und Aufwertung: Eine gemeinsame Parkfläche ermöglicht eine attraktive Pkw-Anbindung sowie eine Aufwertung der übrigen Bereiche. Diese sind nun weitgehend autofrei und weisen mehr Nutzungsmöglichkeiten und Sicherheit auf.
  • Zusatzfunktionen: Durch die erzielte Nachfragedichte in der Nähe der gemeinsamen Parkfläche können weitere Angebote gemacht werden z. B. Liefer- und Paketboxen, Lastenradverleih, Kantinen oder auch Dienstleistungen wie z. B. Fitnessstudios, Mobilitätsstationen oder CarSharing. 

Plietsch planen für attraktive Gewerbeflächen 

  1. Maximale Fußwegentfernung zwischen den Parkflächen und den Gewerbeeinheiten festlegen. Faustregel: 300m sind kein Problem.
  2. Daraus ableiten, ob eine oder mehrere Parkflächen im Gewerbegebiet entstehen sollen.
  3. Prüfen, ob Betriebe auf benachbarten Bestandsflächen in das Konzept mit einbezogen werden können.
  4. Attraktive und sichere Fuß-Zuwegungen innerhalb des Gebiets planen. Diese entscheiden maßgeblich über die Akzeptanz des Konzepts.
  5. Parkplätze für Besuchende in die zentrale Parkeinheit integrieren.
  6. Zusätzliche Sonderflächen zum Be- und Entladen in der Nähe der Gewerbeeinheiten als Kurzzeitparkflächen vorsehen.
  7. Prüfen, ob ggf. Parkgebühren zur Refinanzierung erhoben werden sollen mit denen sich Angebote der nachhaltigen Mobilität finanzieren lassen.
  8. Beteiligung der Unternehmen vertraglich absichern (Baustein O).

Ansprechpartner

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Martin Kliesow

Neufeldtstraße 6
24118 Kiel