Baustein L Wohnstandortbezogenes Mobilitätsmanagement

Maßnahmen des wohnstandortbezogenen Mobilitätsmanagements zielen darauf ab, Bewohner/-innen von Wohnquartieren eine verträgliche Organisation ihrer Alltagswege – möglichst auch ohne eigenes Auto – zu ermöglichen.

Wohnstandbezogenes Mobilitätsmanagement ist ein Sammelbegriff für ganz unterschiedliche Maßnahmen. Dieser umfasst bereits beschriebene Bausteine wie z. B. die Schaffung einer möglichst guten ÖPNV- oder Radverkehrsanbindung.

Vor allem beinhaltet wohnstandortbezogenes Mobilitätsmanagement jedoch Maßnahmen, die eine Sensibilisierung und Information der Bewohner/-innen in den Blick nehmen – die also auf Kommunikation sowie Unterstützung bei der Organisation der Alltagsmobilität setzen. Die Findungsphase, in der die eigene Mobilität nach einem Umzug neu organisiert werden muss, ist ein gutes Zeitfenster um mit attraktiven Angeboten Alternativen zum eigenen Pkw zu vermitteln und Verhaltensänderungen im Bereich der Alltagsmobilität anzustoßen.

Menschen reagieren sensibel auf die Folgewirkungen von Pkw-Verkehren im unmittelbaren Wohnumfeld und die allermeisten Wege beginnen oder enden an der eigenen Wohnung. In diesem Zusammenspiel liegt besonderes Potenzial für ein umweltverträgliches Verkehrsverhalten.

Zum Kanon denkbarer Maßnahmen eines Mobilitätsmanagements zählen Ansätze wie z. B. gebietsbezogene Sharing-Angebote, die Unterstützung bei der Organisation gemeinschaftlicher Nutzung von Fahrzeugen und der Bildung von Fahrgemeinschaften sowie radverkehrsbezogene Anlagen und Dienstleistungen (wie z. B. Reparaturservices).

In Gebieten mit vergleichsweise vielen Wohneinheiten, in denen ein Großteil der Wohnungsbestände über einige wenige Akteur/-innen verwaltet wird, lassen sich ggf. Vergünstigungen wie beispielsweise kostenreduzierte Tickets für den ÖPNV oder spezifische Konditionen bei der Nutzung von Sharing-Angeboten erreichen. Bei solchen – eher im städtischen Bereich zu findenden – Konstellationen sind Wohnungsunternehmen und Genossenschaften die wichtigsten Kooperationspartner/-innen bei der Umsetzung des Mobilitätsmanagements. In Gebieten mit vielen Einzeleigentümer/- innen kommt der Prozessmoderation eine wichtige Rolle zu.

Ansprechpartner

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Henning Bergmann

Neufeldtstraße 6
24118 Kiel


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