Glückliche Weiderinder Gesunder Genuss

Big Tasty steht im Stall und muht laut. Sobald Josefine von Hollen den schwarzen Galloway-Bullen am Kopf krault, wird er ganz ruhig und sieht sehr zufrieden aus. Der junge Bulle ist eine der Flaschenaufzuchten aus dem vergangen Jahr. „Eigentlich ist es nicht gut, wenn die Galloways zu zahm werden“, erklärt die Züchterin lachend und streichelt dem treu dreinblickenden Bullen den Kopf. Wenn die Rinder jede Scheu vor dem Menschen verlieren, kann man sie nämlich nicht mehr so gut mit den Pferden treiben.

Galloway Star Ranch

Galloways und Westernreiten – das sind die beiden Standbeine der Galloway Star Ranch in der Holsteinischen Schweiz. Inmitten von sanften Hügeln liegen 95 ha Grünland, auf dem die Galloways das ganze Jahr über frei laufen können. Im Frühjahr bekommen die Kühe in einer versteckten Senke ihre Kälbchen, die Kälber bleiben bei ihren Müttern und toben mit anderen Jungtieren über die Wiesen.

Westernreiten auf internationalem Niveau

Direkt neben den Galloways stehen gut ausgebildete Westernpferde. Denn die Ranch hat sich Westernreiten auf höchstem Niveau auf die Fahnen geschrieben. Einige der besten Westernreiter der Region trainieren hier das „Reining“. Wie sollte es anders sein: Diese Königsdisziplin im Westernreiten hat ihren Ursprung in der Arbeit mit dem Rind. Im Reining reitet man ausschließlich im Galopp. Schnelle Spins, fliegende Galoppwechsel und Stopps sind Zeichen einer beeindruckenden Zusammenarbeit von Pferd und Reiter. Außerdem gehört auf der Galloway Star Ranch natürlich das Rinder Cutting dazu. Beim Cutting trennt der Reiter ein Rind von der Herde und positioniert sein Pferd zwischen dem Rind und seiner Herde. Nun ist es Aufgabe des Pferdes, zu verhindern, dass das Rind zurück zur Herde läuft.

Echtes Qualitäts-Fleisch

Gut versorgt mit Gras, Heu, Stroh und frischem Wasser wachsen die Galloways langsam heran. Mit etwa 21 bis 22 Monaten haben sie die Schlachtreife erreicht. „Man kann Galloways gar nicht schnell mästen“, erklärt Josefine von Hollen. Durch das langsame Wachstum bildet sich viel intramuskuläres Fett – ein wichtiger Geschmacksträger und ein Zeichen für ausgezeichnetes Fleisch. Das Geheimnis der ganz besonderen Fleischqualität liegt in der natürlichen Haltung und der Schlachtung im benachbarten Familienbetrieb. Außerdem hängt das Fleisch dreieinhalb Wochen ab, wodurch es besonders zart wird. In Großschlachtereien dagegen darf Fleisch oft nur wenige Tage reifen, weil es im Reifungsprozess bis zu 10 Prozent Gewicht verliert.

Einwanderer aus Schottland

Karl-Ludwig von Hollen hat bereits 1987 die ersten vier Galloways aus Schottland in die Holsteinische Schweiz geholt. Inzwischen stehen auf den Weiden 20 Mutterkühe, 20 Jungrinder, 15 Kälber, 25 Jungbullen und Färsen sowie zwei Deckbullen.

Von Bonn in die Holsteinische Schweiz

Josefine von Hollen ist 2008 mit ihrer inzwischen 17-jährigen Tochter von Bonn nach Giekau gezogen. In Bonn hatte sie Agrarwissenschaft studiert und dann für den Deutschen Bauernverband und dem Rheinischen Landwirtschaftsverband gearbeitet. Über die Galloways lernte sie ihren jetzigen Mann kennen. „Ich war Geschäftsführerin im Bundesverband Deutscher Galloway-Züchter und lernte meinen Mann als Züchter auf den großen Schauen kennen“, erklärt Josefine von Hollen. Die Liebe führte sie also mitten in den echten Norden. Bereut hat die Züchterin diese Entscheidung nie. Ganz im Gegenteil: „Ich hätte das schon viel früher tun sollen. Ich bin eben ein echter Naturmensch.“

Fleisch von der Galloway Star Ranch

Alle sechs Wochen wird geschlachtet. Die Vermarktung funktioniert ausschließlich über Empfehlungen. Josefine von Hollen hat einen E-Mail-Verteiler mit den Adressen ihrer Fleischkunden. Haben Sie auch Lust auf Fleisch von glücklichen Weidenrindern? Dann lassen Sie sich in der Verteiler aufnehmen: info(at)galloway-star-ranch.de

Galloway Star Ranch

Impressionen