Auf den Standort kommt es an

Parkende Autos verbrauchen viel Platz und sind für Unternehmen oft problematisch: Entweder gibt es nicht genügend Parkplätze, der Unterhalt der Parkplätze ist zu teuer oder der Parkplatz nimmt Platz für Neubauten weg. Attraktive Mobilitätsangebote können diesen Parkdruck am Standort verringern.

Ob Jobtickets, Fahrgemeinschaften oder attraktive Fahrradförderungen: Richtig erfolgreich sind diese Mobilitätsangebote erst, wenn sie an die Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter/-innen anknüpfen.

Wo arbeiten meine Mitarbeiter/-innen: Viele Betriebe können diese Frage nicht beantworten. Doch sie ist essenziell, wenn passgenaue Angebote entwickelt werden sollen. Ein Standort mit einer guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist beispielweise prädestiniert für das Jobticket. Bei fehlender Anbindung müssen andere Lösungen her. Auch weitere Faktoren - wie z.B. ein dunkler Wald oder die Verkehrssituation am Standort - können Hemmnisse darstellen. Wenn die Mitarbeiter/-innen viel im Auto unterwegs sind, bietet sich Carsharing an.

Wo wohnen meine Mitarbeiter/-innen: Eine erste Übersicht gelingt schnell, wenn die Wohnorte der Beschäftigten in eine Karte übertragen werden. Oft reicht schon die Postleitzahl oder die Wohnstraße. Die Karte hilft dabei, potenzielle Zielgruppen zu erkennen und bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln. Wenn die Mitarbeiter/-innen z.B. in einer Raddistanz wohnen, entlang der starken Achsen des öffentlichen Verkehrs oder sehr weit entfernt, bieten sich Fahrgemeinschaften an.

Wer sind meine Mitarbeiter/-innen: Es ist wichtig, das Alter, die Interessen und die Einstellungen der Mitarbeiter/-innen zu kennen. So lässt sich individuell herausfinden, wer mit welchen Mobilitätsangeboten zum Umstieg in ein anderes Verkehrsmittel motiviert werden kann.

Was machen meine Mitarbeiter/-innen: Sind die Beschäftigten täglich auf die Nutzung des privaten Pkws angewiesen, um beispielweise Kunden zu besuchen? Müssen Arbeitsgeräte transportiert werden? Verschafft das Rad oder der öffentliche Verkehr vielleicht sogar einen Vorteil in der täglichen Arbeit?

Unternehmen, die diese Fragen für sich beantwortet haben, sind schon ein gutes Stück weiter. In der nächsten Ausgabe geht es darum, die Beschäftigten in die Entwicklung geeigneter Maßnahmen einzubinden.

Kontakt

Henning Bergmann

Neufeldtstraße 6
24118 Kiel