Die SprottenFlotte schwärmt aus: Systemstart in Rendsburg

Einfach, flexibel, kostengünstig und ohne eigenes Rad vor Ort ans Ziel kommen: Ab sofort rollt die SprottenFlotte auch durch Rendsburg – mit 45 Fahrrädern an sieben Stationen (Bahnhof Rendsburg, Schiffsbrückenplatz, Grüner Kranz, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde, Kreishaus, Fußgängertunnel am Conventgarten, Fähre Nobiskrug).

Das Bikesharing-System der KielRegion hat sich in Kiel und im Umland bereits zu einer wichtigen Ergänzung des ÖPNVs entwickelt. „Viele Menschen nutzen die SprottenFlotte für die letzte Meile, zum Beispiel vom Bahnhof zum Zielort. Zukünftig können die Menschen in der Region aber auch mit einer flotten Sprotte von Rendsburg nach Kiel oder nach Eckernförde oder sogar nach Preetz oder Plön fahren – und zurück den Zug nehmen“, sagt Jana Haverbier, Interimsgeschäftsführerin der KielRegion GmbH: „Was wir als KielRegion GmbH anstreben, sind Lösungen für die gesamte Region und entsprechend auch ein regionales Bikesharing-System.“

Hier kommen sie: Die Rendsburger Sprotten

Politik und Verwaltung in Rendsburg haben sich von Anfang an stark gemacht für einen Start der SprottenFlotte in Rendsburg. „Ich freue mich auf die Fahrräder der SprottenFlotte! In Rendsburg ist alles prima mit dem Fahrrad zu erreichen und es macht Spaß, die Stadt klimafreundlich, entspannt, sicher und staufrei per Rad zu erkunden. Auch für die vielen Besucherinnen und Besucher unserer Stadt bietet die SprottenFlotte Bewegungsfreiheit“, erklärt Janet Sönnichsen, Bürgermeisterin in Rendsburg: „Die Fahrräder der SprottenFlotte bringen mehr Mobilität und Flexibilität in die Stadt und das System etabliert sich auch in der Umgebung, z.B. in Fockbek und Eckernförde. Das erweitert die Nutzungsmöglichkeiten und erleichtert es auch Berufspendlern umzusteigen.“

Die SprottenFlotte für Unternehmen

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde unterstützen ab Mai das System mit jeweils einer Station und fünf Rädern vor ihrer Tür. Die Vorteile: Zusätzliche Stationen und Räder machen das System für alle Nutzer/-innen attraktiver. Eine Station direkt vor dem Arbeitsort verbessert zudem die Mobilität der Mitarbeitenden und bietet gute Möglichkeiten für kurze Dienstfahrten mit dem Rad.

Deswegen ist auch die Wirtschaftsförderung des Kreises Rendsburg-Eckernförde als Partner der SprottenFlotte mit dabei. „Für uns ist die SprottenFlotte zum einen ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende und es ist selbstverständlich, dass wir eine Fläche dafür zur Verfügung stellen“, erklärt Kai Lass, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Rendsburg-Eckernförde: „Zum anderen wird durch dieses Angebot auch die Attraktivität und Agilität des Lebens- und Wirtschaftsraumes gesteigert.“

Die SprottenFlotte als regionales System

Im Juli 2019 startete das Bikesharing-System der KielRegion mit 17 Stationen und 150 Fahrrädern in einer Testphase in Kiel und im Kieler Umland. Inzwischen können die gut 30.000 Nutzer/-innen der SprottenFlotte die 300 Räder an über 50 Stationen im Stadtgebiet Kiel, in Altenholz, Kronshagen, Mönkeberg, Schönkirchen, Heikendorf und Laboe ausleihen. Durchschnittlich wurde 2020 jedes Rad dreimal am Tag ausgeliehen. Das Gesamtsystem wird ab Juli 2021 rund 80 Stationen, 500 Fahrräder und 12 Lastenräder umfassen. „Es ist großartig, dass Eckernförde, Plön, Preetz und Rendsburg die Ausweitung der SprottenFlotte aktiv unterstützen“, sagt Jana Haverbier: „Gemeinsam setzen wir so ein Zeichen, was auf regionaler Ebene möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen.“ Weitere Stationen sollen in Kooperation mit Unternehmen entstehen.

Die erste halbe Stunde ist kostenlos

Mit den flotten Sprotten kommt man flexibel und kostengünstig ans Ziel. Die erste halbe Stunde jeder Fahrt auf einem konventionellen Fahrrad wird mindestens in der Einführungsphase bis Ende 2022 kostenlos sein. Danach zahlt man einen Euro pro halber Stunde. Lastenräder kosten ab der ersten Minute einen Euro pro halbe Stunde. Dieses Preismodell haben die KielRegion und ihre Partner bewusst gewählt, um möglichst viele Menschen zum Umsteigen auf die flotten Sprotten zu bewegen. „Ein Bikesharing-System ist für die Städte und Kommunen rein finanziell kein gewinnbringendes Geschäftsmodell“, erklärt Jana Haverbier: „Es geht um andere Vorteile: Die Entlastung der Straßen, einen Service für Bewohner/-innen und Tourist/-innen zu bieten und die Attraktivität der Region zu steigern.“

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert die Ausweitung der SprottenFlotte in der KielRegion im Rahmen des nationalen Radverkehrsplans (NRVP). Außerdem beteiligen sich die Städte und Gemeinden sowie Unternehmen an den Kosten.