Wissenschaftsbattle KielRegion

Janet Sönnichsen und Thomas Ehlert zur Nacht der Wissenschaft 1

Fünf Städte, 10 Schulen und ein Wissenschaftsbattle. Die Nacht der Wissenschaft am Freitag, den 29. September 2017, startet mit einem ganz besonderen Auftakt. Vier Schulteams aus den Städten Eckernförde, Plön, Preetz und Rendsburg stellen sich den Fragen von Moderator André Santen, Leiter der Unternehmenskommunikation der Förde Sparkasse. Verbunden sind die Städte über eine Liveschaltung. Ein Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern begleitet den Battle von Kiel aus und stellt sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler.

„Wir freuen uns auf die Nacht der Wissenschaft 2017 mit mehr als 170 Attraktionen und ganz besonders auf den Wissenschaftsbattle. Dank der Unterstützung der Sparkassen können wir eine Auftaktveranstaltung für fünf Städte verwirklichen“, erklärt Janet Sönnichsen, Geschäftsführerin der KielRegion: „Die erste Nacht der Wissenschaft in Kiel war mit über 11.000 Besucherinnen und Besuchern, über 200 teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an 11 Standorten in der Landeshauptstadt Kiel ein großer Erfolg. Dieses Jahr ist unser Ziel, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ihre Forschung auch in der Region sichtbar zu machen.“

Mit dabei sind die derzeit 9. Klassen folgender Schulen: Aus Eckernförde die Grund- und Gemeinschaftsschule Eckernförde, die Jungmannschule und die Peter-Ustinov-Schule, aus Plön das Gymnasium Schloss Plön und die Schule am Schiffsthal, aus Preetz das Friedrich-Schiller-Gymnasium und die Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule sowie aus Rendsburg das Gymnasium Kronwerk, das Helene-Lange-Gymnasium und die Herderschule.

Der Wissenschaftsbattle soll mehr sein als nur eine unterhaltsame Veranstaltung. Es soll Schülerinnen und Schüler für das Thema Wissenschaft begeistern. Deswegen gehört zum Wissenschaftsbattle viel mehr als nur der Austragungstermin. „Derzeit läuft die Auswahl der Teams auf Hochtouren“, erklärt Janet Sönnichsen. Dazu haben die beteiligten Schulen Teams gebildet. Jedes Team hat sich Fragen ausgedacht. Anhand dieser Fragen wird jetzt eine Fachjury entscheiden, welche Team mit dabei sind.  Außerdem stellen die Schulteam ihre Fragen später im Battle dem Wissenschaftsteam.

Die ausgewählten Schulteams erhalten außerdem während der Digitalen Woche Kiel ein Coaching an der Fachhochschule Kiel. „Wir unterstützen den Battle, um Schülerinnen und Schüler früh an wissenschaftliche Themen heranzuführen und ihren Weg in die Wissensgesellschaft zu begleiten. Außerdem möchten wir den Teams die Möglichkeit geben, sich kennenzulernen und sich auf den Battle vorzubereiten“, erklärt Klaus Lebert.
Der Battle startet mit einer Schnellrate-Runde. Die Schülerinnen und Schüler sammeln Punkte, indem sie möglichst schnell Fragen aus unterschiedlichsten Themengebieten beantworten.  In der zweiten Runde stellen die Schulteams den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ihre Fragen. Punkte bekommen sie, wenn das Wissenschaftsteam die Fragen nicht oder nur teilweise beantworten kann. Natürlich gibt es auch Wissenschaft zum Anfassen. Die Schulteams werden ein Experiment durchführen. Das Wissenschaftsteam löst das Experiment ebenfalls – allerdings außer Konkurrenz und zur Unterhaltung der Zuschauerinnen und Zuschauer im Citti Park Kiel.

Auf die Gewinner/-innen wartet ein von den Sparkassen gestiftetes Preisgeld von 2017 Euro für schulische Projekte. Außerdem erspielt jedes Team einen Geldbetrag von bis zu 1008,50 Euro, das die Schülerinnen und Schüler für einen gemeinnützigen Zweck in ihrer Stadt spenden.

Hintergrund: Die Nacht der Wissenschaft ist Teil der „European Researchers‘ Night“ (ERN), die 2017 zeitgleich in 340 Städten in 27 Ländern (z.B. in Städten wie London, Madrid & Lissabon und landesweit in Israel & Slowenien) Wissenschaft zum Anfassen präsentiert. 2016 gab es die erste Nacht der Wissenschaft in Kiel. 2017 tragen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschung in die Region – in Kiel ist der Citti Park der einzige Veranstaltungsort.

Interview mit Ralf Reikat, Förde Sparkasse

Ralf Reikat ist Firmenkundenvertriebsdirektor der Förde Sparkasse und Mitglied des Lenkungsausschusses der KielRegion. Er ist der „geistige Vater“ des Wissenschaftsbattles.

Wie entstand die Idee des Wissenschaftsbattles?

R. Reikat:
Nach der grandiosen Premiere der Nacht der Wissenschaft 2016 zentral in Kiel, standen wir vor der Herausforderung, die Veranstaltung in diesem Jahr dezentral durchzuführen.

In meinem Kopfkino kristallisierte es sich mehr und mehr heraus, dass es nicht nur darum gehen kann, zeitgleich in vier Städten Veranstaltungen durchzuführen. Es musste doch ein verbindendes Band geben.

„Wissenschaf(f)tZukunft“ - unter dieser Überschrift weist unsere Landeshaupt zu recht auf die einzigartige akademische Vielfalt unserer Region hin.

Junge Menschen, die diesen Weg beschreiten, haben eine Grundvoraussetzung bereits erfüllt: Sie haben erkannt, dass sich Lernen lohnt.

Für mich war klar, dass das genau das Band ist, das die Städte miteinander verbinden kann. Es gibt sie, die engagierte Pädagogen, die neben der Wissensvermittlung Lust auf Wissen schaffen, die Schüler, die nicht nur für die nächste Klausur lernen, sondern Lust an Wissen verspüren und die Professoren, die sich dafür einsetzen Lust auf Wissenschaft zu wecken!

Bis zum Wissenschaftsbattle ist es aber noch ein weiter Weg… 

R. Reikat:    
In der Tat. Ich freue mich, dass das Wissenschaftsbattle zu diesem Zeitpunkt einen weiteren „Vater“ bekommen hat. Herr Thomas Ehlert von der KielRegion. Gemeinsam haben wir eine erste Ideenskizze geformt. Uns war sehr schnell klar, dass es zwei große Handlungsfelder gab:  inhaltlich und technisch.    

Inhaltlich bedurfte es wissenschaftlicher Kompetenz. Das Battle soll Spaß machen und vermitteln, ohne eine Klamaukveranstaltung zu sein.  Dies gilt natürlich für die Veranstaltung selber, aber natürlich auch für die zweistufige Vorbereitungsphase. Ich freue mich, dass wir in Frau Julia Gleser von der Fachhochschule Kiel und ihrem wissenschaftlichen Team einen derart kompetenten Partner gefunden haben.   

Technisch waren die Herausforderungen nicht weniger komplex.   

Es war das erklärte Ziel, das Battle so interaktiv wie möglich zu gestalten, zumal in der modernen digitalen Welt Entfernungen kaum noch eine Rolle spielen. Hier kamen mir meine Erfahrungen mit der digitalen Transformation der Förde Sparkasse zu gute. Die Förde Sparkasse hat gemeinsam mit Apple Deutschland eine eigene App entwickelt, die es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht sich  in virtuellen Konferenzräumen zu verabreden und per Videochat miteinander zu kommunizieren.

Herr Björn Schwarze von der Fa. Addix GmbH konnte uns nicht nur eine ausreichende WLAN Verfügbarkeit für das Battle garantieren, er stellte auch einen Kontakt zu Herrn Baur bei der Fa. SailTracks her, der in Zusammenarbeit mit SAP die Übertragung von Segelwettbewerben durch innovative Technologien revolutioniert.   

Mit den jungen Existenzgründern von 3Komma3 aus Kiel fanden wir schlussendlich ein Kamerateam, das das Geschehen vor Ort einfangen wird.

Das heißt, es wird eine Liveberichtserstattung geben?

R. Reikat:    
Es wird Liveschaltungen in die einzelnen Städte geben.

In den Sparkassenfilialen in Plön, Preetz, Eckernförde, Rendsburg und im Cittipark in Kiel sorgen Leinwände dafür, dass die Besucher live dabei sein können. Zudem wird das Wissenschaftsbattle im Blog der Förde Sparkasse live übertragen.

Bei allen digitalen Nutzungsmöglichkeiten hoffe ich, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Schülerteams ihrer Stadt nicht nur virtuell anfeuern, sondern auch vor Ort in den Sparkassenfilialen für Stimmung unter`m Dach sorgen.

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