Gesundheitswirtschaft

Sie hilft uns, das Wertvollste zu erhalten, was wir haben und sichert tausende Arbeitsplätze: Die Gesundheitswirtschaft fühlt sich ausgesprochen wohl in der KielRegion. Hier wurde die Kontaktlinse erfunden – bis heute ein Erfolgsprodukt der Firma Wöhlk. In Schönkirchen fertigt der Weltkonzern Stryker jährlich 400.000 Marknägel zur Heilung von Knochenfrakturen, Merz Dental in Lütjenburg produziert im gleichen Zeitraum acht Millionen künstliche Zähne. Mit vollautomatischen Analysegeräten zur Messung von Blutgasen und Elektrolyten ist Eschweiler auf dem Weltmarkt erfolgreich. Und wenn irgendwo auf der Welt eine Infusionspumpe implantiert wird, dann kommt sie mit großer Wahrscheinlichkeit von der Tricumed GmbH aus Kiel. Der Name Ferring steht für fortschrittlichste Therapien im Kampf gegen Krebs.

Die Gesundheitswirtschaft in der KielRegion – das sind mehr als 500 Firmen mit annähernd 30.000 Beschäftigten. Jedes Unternehmen für sich ist schon stark. Doch alle profitieren zusätzlich von einer hochklassigen, gut vernetzten und interdisziplinär aufgestellten Forschungslandschaft. Die drei Kieler Hochschulen sind maßgeblich an renommierten Forschungsprojekten beteiligt, wobei die Exzellenzcluster „Entzündungsforschung“ und „Ozean der Zukunft“ zu den herausragenden gehören. Was das Meer mit Gesundheit zu tun hat? Sehr viel: Gerade die marine Biotechnologie ist Innovationsmotor für Medizin und Pharmazie. Enge Vernetzung hat sich auch die Initiative „Gesund am NOK“ auf die Fahnen geschrieben. Hier ziehen Unternehmen, Ärzte, Kliniken und Kassen an einem Strang, um Patienten die Orientierung zu erleichtern und Wertschöpfung in der Region zu stärken.

Kern der Gesundheitswirtschaft in der Region ist natürlich die fortschrittliche Betreuung von Patienten – ambulant und stationär. Die Imland-Kliniken in Rendsburg und Eckernförde beispielsweise versorgen mit 2.000 Mitarbeitenden täglich etwa 1.000 Patient*innen. Helios in Damp zählt nicht nur zu den bekanntesten Reha-Kliniken der Republik, sondern betreibt mit der Ostseeklinik auch ein weit über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Zentrum zur Versorgung mit künstlichem Gelenkersatz, zur Behandlung der Wirbelsäule und entzündlicher Gelenkerkrankungen. Mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) verfügt die Region einen stationären Maximalversorger mit ausgezeichneten Netzwerken und Forschungskapazitäten, von denen die gesamte Region profitiert.