
Wie kann die KielRegion ihre bewährten Stärken nutzen, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu meistern?
Mit dieser Frage beschäftigten sich am vergangenen Freitag rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft auf der Regionalkonferenz 2026 im Freilichtmuseum Molfsee.
Unter dem Motto „KielRegion auf Zukunftskurs: Erfahrung nutzen, Perspektiven gestalten“ standen Austausch, Vernetzung und die gemeinsame Entwicklung regionaler Perspektiven im Mittelpunkt. Eröffnet wurde die Konferenz von Prof. Dr. Kerstin Poehls, Leiterin des Freilichtmuseums Molfsee, und Robert Semkow, Geschäftsführer der KielRegion GmbH. In seiner Begrüßung betonte Robert Semkow die besondere Bedeutung regionaler Zusammenarbeit: „Die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht innerhalb von Verwaltungsgrenzen lösen. Die Regionalkonferenz zeigt jedes Jahr aufs Neue, welches Potenzial entsteht, wenn Menschen aus unterschiedlichen Bereichen gemeinsam die Zukunftsfragen unserer Region diskutieren.“
Anschließend warf der Historiker Prof. Dr. Oliver Auge von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in seiner Keynote einen Blick auf die Geschichte der Region und zeigte auf, welche Erkenntnisse sich daraus für die zukünftige Gestaltung ableiten lassen. Anhand der Konferenzschwerpunkte Mobilität, Wissenschaft und maritime Wirtschaft verdeutlichte er, wie diese Themen die Entwicklung der KielRegion seit Jahrhunderten prägen und bis heute wichtige Impulse für ihre Zukunftsfähigkeit liefern. Dabei machte er deutlich, dass der Blick in die Vergangenheit helfen kann, aktuelle Herausforderungen besser zu verstehen und die Zukunft auf Grundlage historischer Erfahrungen erfolgreich zu gestalten.
Zukunftsthemen gemeinsam diskutiert
Im Eröffnungspanel diskutierten Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz und Plöner Landrat Björn Demmin über die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit für die Zukunft der KielRegion. Im Mittelpunkt standen Mobilität, Digitalisierung und die Frage, wie Kommunen, Kreise und weitere Partner ihre Kräfte bündeln können, um aktuelle Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.
Dr. Samet Yilmaz betonte: „Regionale Zusammenarbeit ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Die Herausforderungen unserer Zeit machen nicht an Gemeinde- oder Stadtgrenzen halt. Deshalb setzen wir auf gemeinsame Lösungen statt Doppelstrukturen.“ Beide waren sich einig, dass die Projekte und Angebote der KielRegion einen konkreten Mehrwert
für Kommunen, Bürgerinnen und Bürger sowie die regionale Wirtschaft schaffen. Landrat Björn Demmin unterstrich: „Projekte wie der GründungsCup der KielRegion oder die Naturkapitalbilanzierung im interkommunalen Gewerbegebiet Barkauer Land zeigen, wie durch regionale Zusammenarbeit konkrete Mehrwerte für Menschen, Kommunen und Unternehmen entstehen. Genau diese Zusammenarbeit füllt das Motto der KielRegion ‚Aus Wir wird mehr‘ mit Leben.“
Am Nachmittag rückte der direkte Austausch in den Mittelpunkt der Regionalkonferenz. In interaktiven Workshops diskutierten die Teilnehmenden über den Masterplan Mobilität 2.0, die nachhaltige Verankerung wissenschaftlicher Innovationen in der Region sowie die zukünftige Ausrichtung der WirtschaftsRegion. Die Gespräche machten deutlich, wie wertvoll die
Zusammenarbeit über Verwaltungs-, Gemeinde- und Organisationsgrenzen hinweg ist. Ergänzt wurden die Workshopformate durch eine Serviceausstellung, die aktuelle Angebote der KielRegion für Kommunen und Unternehmen präsentierte. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit, direkt mit den zuständigen Ansprechpersonen in Kontakt zu treten und neue Netzwerke für
zukünftige Projekte und Kooperationen aufzubauen.
Regionale Zusammenarbeit als Schlüssel für die Zukunft
Im abschließenden Panel diskutierten die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK zu Kiel, Dr. Julia Körner, Flottillenadmiral Christian Walter Meyer, Bürgermeisterin Susanne Herfortund HAW-Präsident Prof. Dr. Björn Christensen über die regionalen Stärken und Zukunftspotenziale der KielRegion. Dabei spannte sich der Bogen von der wachsenden Bedeutung der maritimen Wirtschaft über zukunftsfähige Mobilitätslösungen bis hin zu Wissenschaft, Innovation und Digitalisierung. Einig waren sich die Teilnehmenden, dass die Stärke der KielRegion in ihrem Miteinander liegt: Unterschiedliche Akteure aus Stadt und Land,
Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen arbeiten hier auf Augenhöhe zusammen. Gemeinsam entwickeln sie praxisnahe Lösungen und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Region.
Die Regionalkonferenz 2026 machte deutlich: Die KielRegion verfügt über starke Kompetenzen und engagierte Partnerinnen und Partner. Entscheidend für die erfolgreiche Gestaltung der Zukunft bleibt, diese Potenziale miteinander zu vernetzen und gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu entwickeln








