Maritime Wirtschaft

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Wie kann die KielRegion den Herausforderungen unserer Zeit, begegnen, um die maritime Wirtschaft zukunftsfähig aufzustellen? 

Der demografische und klimatische Wandel, der zunehmende Digitalisierungsdruck sowie der globale Strukturwandel stellen die maritime Wirtschaft vor grundlegende Herausforderungen. Das Strategische Regionalentwicklungskonzept (SREK) greift diese Fragen auf und bildet den Orientierungsrahmen für die Weiterentwicklung der KielRegion zu einer zukunftsfähigen maritimen Leuchtturmregion. Es versteht sich als langfristiger Plan, unter dem maritime Stärken, Räume und Akteure systematisch zusammengeführt und weiterentwickelt werden. Im Mittelpunkt steht dabei nicht ein einzelnes Vorhaben, sondern das Zusammenspiel unterschiedlicher Themen, Standorte und Initiativen, die gemeinsam die Grundlage für Resilienz, Innovationsfähigkeit und überregionale Sichtbarkeit der Region bilden. Ein zentrales Vorhaben ist das Projekt Future(s)Port, in dessen Laufzeit das SREK erarbeitet und mit konkreten Entwicklungspfaden hinterlegt wird. Gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung werden zentrale Zukunftsthemen gebündelt, bewertet und in Projektansätze überführt. 

Der Fokus liegt auf dem Erschließen und Vernetzen von Innovations‑ und Erprobungsräumen an Land und auf dem Wasser, der engeren Verzahnung von Wirtschafts‑ und Regionalentwicklung sowie den Herausforderungen des Klima‑, Struktur‑ und digitalen Wandels zu begegnen. Themen wie grüne Energien für Häfen und Schifffahrt, Blaue Bioökonomie, neue maritime Technologien oder international ausgerichtete Segelevents werden dabei als integrierte Bestandteile eines Innovationsökosystems betrachtet. 

Damit stellt sich die zentrale Frage, welche Rolle ein Strategisches Regionales Entwicklungskonzept im Zusammenspiel mit bestehenden Strategien einnimmt. In Schleswig-Holstein und in der KielRegion existieren bereits zahlreiche formelle und informelle Strategien – von der Raumordnung (LEP/Regionalplan) über landesweite Hafen‑, Logistik‑ und Ansiedlungsstrategien bis hin zu regionalen und kommunalen Entwicklungs‑ und Flächenkonzepten. Dazu zählen in der KielRegion insbesondere der Strategieprozess KielRegion 2030 samt Aktualisierung des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) sowie darauf aufbauende regionale Instrumente wie die gemeinsame Ansiedlungsstrategie und der Planungsdialog zur Gewerbeflächenentwicklung. Diese Instrumente setzen wichtige Leitplanken und Zielbilder, bilden jedoch die maritime Transformation in der KielRegion bislang nicht als integrierten, priorisierten und umsetzungsorientierten Regionalpfad ab. Das SREK im Rahmen von RegioStrat schließt diese Lücke. Es bündelt bestehende Zielsetzungen, übersetzt sie in konkrete räumliche Entwicklungspfade und Leitprojekte, organisiert Governance und Beteiligung über Kreis‑ und Stadtgrenzen hinweg und stellt die Anschlussfähigkeit an Finanzierung und Umsetzung sicher. 

Future(s)Port eröffnet damit wertvolle Perspektiven für die Maritime Wirtschaft der KielRegion. Durch strategische Orientierung, Vernetzung relevanter Akteure und die Vorbereitung konkreter Umsetzungsprojekte entstehen Pull‑Effekte, die weiteren Initiativen, Investitionen und Kooperationen anstoßen und die Maritime Wirtschaft langfristig stärken. 

Das Projekt Future(s)Port wird gefördert aus dem Programm „RegioStrat – Strategische Regionalentwicklung“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die Förderung läuft bis Oktober 2028.

Dr. Stephan Henne
Projektkoordinator für maritime Wirtschaft

Haßstraße 3-5
24103 Kiel