Digitale Mobilität

Die Digitalisierung eröffnet völlig neue Möglichkeiten, Mobilität intelligenter, vernetzter und nutzerfreundlicher zu gestalten. In der KielRegion arbeiten wir daran, die Datengrundlage für Mobilitätsplanung kontinuierlich zu verbessern, sichtbar zu machen und so datenbasierte Entscheidungen für Kommunen und Bürger*innen zu ermöglichen.

Gemeinsam mit unseren Partner*innen bauen wir dafür eine digitale Infrastruktur auf, die verschiedene Mobilitätsdaten zusammenführt, vernetzt und für praktische Anwendungen nutzbar macht. Auf dieser Grundlage entstehen innovative Projekte und konkrete Anwendungsfälle, die technische Möglichkeiten in verständliche und alltagstaugliche digitale Angebote übersetzen

Die Projekte  werden den drei Themen Darstellung und Bereitstellung von Mobilitätsdaten, Intelligente Verkehrstechnik sowie Konnektivität und integrierte Mobilität zugeordnet. 

Darstellung und Bereitstellung von Mobilitätsdaten

Smart Parken – Mehrfachnutzung von Parkplätzen

Bei der Sofortmaßnahme „Smart Parken“ wurde die Mehrfachnutzung einer Parkfläche getestet. In einer Zeit, in der öffentlicher Raum immer knapper wird, gewinnt die effiziente und nachhaltige Nutzung stetig an Bedeutung. Die Mehrfachnutzung von Parkflächen ist ein Ansatz, um dieser Raumknappheit zu begegnen und die Lebensqualität in dicht besiedelten Gebieten zu verbessern. Intelligente Parkraumkonzepte ermöglichen die optimale Nutzung bestehender Parkflächen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Lösung urbaner Mobilitäts- und Raumprobleme. Die Mehrfachnutzung von Parkflächen ermöglicht es, begrenzten Raum effizienter auszulasten, indem er je nach Tageszeit und Bedarf von unterschiedlichen Akteuren genutzt werden kann. Er ist ein Schlüssel zur Bewältigung drängender Fragen der Neuausrichtung von Mobilität und zur Förderung einer nachhaltigeren, lebenswerteren Umgebung.

Das KITZ in Kiel

Im Rahmen der Sofortmaßnahme „Smart Parken“ wurde auf der Parkfläche des Kieler Innovations- und Technologiezentrum GmbH (nachfolgend KITZ) eine zusätzliche Nutzungsmöglichkeit für Anwohner*innnen geschaffen. Hierbei wurde in Zusammenarbeit mit den Unternehmen ADDIX und EDAG die bestehende Schrankenanlage mit einer Kennzeichenerkennung sowie einer Buchungsmöglichkeit per App ertüchtigt. Ebenso wurde Sensorik verbaut, um die Belegung von Parkplätzen erfassen zu können. Die Ergebnisse der Testphase wurden analysiert und in einer Handlungsempfehlung zusammengefasst.

Ansicht der Parplatzbelegung aus der Vogelperspektive

Die Handlungsempfehlung beinhaltet die Erfahrungen der Sofortmaßnahme Smart Parken am KITZ; die Öffnung für Anwohner*innen zur Nutzung bis dato nichtöffentlicher Parkflächen mittels Schrankenanlage und KFZ-Erkennung, sowie der Vergleich verschiedener Bodensensoren. Sie dient als praxisorientierte Grundinformation und gibt interessierten Kommunen, Gemeinden oder Unternehmen, die ebenfalls an der Mehrfachnutzung von Parkflächen interessiert sind, einen ersten Überblick. Für weitere Fragen steht das Team der KielRegion | SmarterLeben gerne zur Verfügung.

Die KielRegion wird smart. „SmarterLeben“ (ehemals Smarte KielRegion) ist ein gemeinsames Projekt der Landeshauptstadt Kiel sowie der Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde. Es wird zusammen mit der KielRegion umgesetzt und als eines von 73 „Modellprojekten Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.

Verkehr und Parken in Kiel – Echtzeitdaten für öffentliche Nutzung

Verkehr und Parken in Kiel: Echtzeit-Daten jetzt öffentlich verfügbar 

Kiel – Die Landeshauptstadt Kiel und die KielRegion GmbH machen einen wichtigen Schritt in Richtung digitalisierte Verkehrsplanung: Ab sofort sind umfassende Echtzeit-Daten zum Verkehrsgeschehen in Kiel für die Öffentlichkeit verfügbar. Diese Transparenz soll die Mobilität in der Stadt verbessern und eine wertvolle Grundlage für Stadtplanung und Verkehrssteuerung bieten.  

 
An ausgewählten Straßenabschnitten und Parkflächen werden verkehrsbezogene Daten aufgenommen und verarbeitet. Seit heute stehen diese Verkehrsdaten zum motorisierten Individualverkehr (MIV), Radverkehr und Parkdaten auch öffentlich zur Verfügung und bilden das Verkehrsgeschehen, annähernd mit Live-Daten, transparent ab.  
 

Motorisierter Individualverkehr (MIV)
Mit 27 Dauerzählstellen (DSZ) erfasst die Landeshauptstadt kontinuierlich den Kfz-Verkehr in Kiel. Die Sensoren detektieren die Anzahl der Fahrzeuge, deren Geschwindigkeit, die Fahrzeugklasse (Pkw, Lkw, Motorrad etc.) sowie die Fahrtrichtung. Dank der Anbindung dieser Messstellen an den städtischen Verkehrsrechner und die Regionale Datenplattform der KielRegion stehen die Daten nun nicht nur der Verkehrsplanung, sondern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Diese Initiative wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) geförderten Projekts „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ umgesetzt. Für die Bereitstellung der Daten setzt die KielRegion auf offene Smart Data Models (FIWARE) der Firma ADDIX aus Kiel, die nach dem neuesten NGSI-LD-Standard arbeiten und so eine einfache Integration in Smart-City-Anwendungen ermöglichen. Diese Datenmodelle erfassen nicht nur die reinen Verkehrszählwerte, sondern ermöglichen auch die Anreicherung mit Kontextinformationen wie beispielsweise einer räumlichen Zuordnung.  

Parken
Die Parkraumerfassung in der Kieler Altstadt erfolgt durch Sensoren, die die Parkplatzbelegung in Echtzeit erfassen und ihre Daten minütlich aktualisieren. Diese Informationen werden per LoRaWAN-Technologie übertragen und über die Regionale Datenplattform bereitgestellt. Dies ermöglicht eine interaktive Kartendarstellung der aktuellen Parkplatzsituation. Die Sensoren wurden im Rahmen eines Projektes des Tiefbauamts der Landeshauptstadt Kiel installiert.

Nutzung der Daten 
Die Verkehrsdaten können nicht nur auf den Dashboards der KielRegion eingesehen werden, sondern sind auch über die Mobilithek, einer zentralen Datenplattform des Bundes, abrufbar. Sie liefern wertvolle Einblicke für Bürger*innen, Stadtplaner*innen und Unternehmen, um das Verkehrsaufkommen besser einzuschätzen und Entscheidungen auf einer fundierten Datenbasis zu treffen. Darüber hinaus können sie innovative Entwicklungen im Bereich der intelligenten und vernetzten Mobilität fördern. 

Die Landeshauptstadt Kiel und die KielRegion planen, das Angebot an offenen Verkehrs- und Mobilitätsdaten weiter auszubauen und durch neue Dashboards sowie erweiterte Datenveröffentlichungen das Verkehrsgeschehen in der Region noch transparenter zu machen.  

Weiterführende Links zu den Angeboten


Kartendarstellung – Parken in Kiel 

Mobilithek – Datenangebote der KielRegion
 

Intelligente Verkehrstechnik

Mobile Verkehrsdatenerfassung

Mobiles Videodetektionssystem zur Verkehrsdatenerfassung

Effiziente Verkehrsplanung basiert auf präzisen Daten. Mit unserem mobilen Videodetektionssystem erfassen wir den Verkehr an ausgewählten Standorten für 24 Stunden und liefern Ihnen fundierte Verkehrsdaten für Ihre Planungen. Das System nutzt KI-basierte Videoanalyse, ist DSGVO-konform und erkennt bis zu 11 verschiedene Objektklassen, darunter Fußgänger:innen und Radfahrer:innen.

Ihre Vorteile:

✔ Detaillierte Verkehrszählungen – auch an komplexen Kreuzungen und auf Landstraßen (bis 80 km/h)
✔ Erfassung von Quell- und Zielverkehren für eine präzisere Mobilitätsanalyse
✔ Erfassung des Durchgangsverkehrs zur Identifikation von Belastungsschwerpunkten
✔ DSGVO-konform – keine Speicherung von Videodaten, Gesichter und Kennzeichen sind nicht erkennbar
✔ Einfache Abwicklung – wir übernehmen Logistik, Montage und Datenaufbereitung
✔ Professionelle Berichte am Ende des Projekts für Ihre Analyse

So funktioniert’s:

  1. Buchung & Abstimmung
    Buchen Sie per Mail bei dem unten angegebenen Ansprechpartner. Anschließend kontaktieren wir Sie, um die Details zu Logistik, Standort und Terminfindung zu klären.
  2. Montage & Erfassung
    Unser Team stellt das System vor Ort auf. Eine Ansprechperson sollte ca. 30 Minuten für eine kurze Einweisung anwesend sein. Anschließend läuft die 24-stündige Verkehrsdatenfassung automatisch.
  3. Demontage & Auswertung
    Nach Abschluss holen wir die Technik ab und werten die erfassten Daten aus. Am Ende erhalten Sie einen detaillierten Verkehrsbericht für Ihre Analysen.

Kommunikation

Um Fragen aus der Bevölkerung vorzubeugen, empfehlen wir eine kurze Information über Ihre Kanäle (Website, soziale Medien etc.). Zusätzlich kann vor Ort ein Hinweisschild angebracht werden, das erklärt, dass keine personenbezogenen Daten erfasst werden.

Interessiert?
Möchten Sie eine Verkehrsanalyse in Ihrer Kommune durchführen? Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne!

Verkehrsmodell

Wer fährt wofür, wohin und womit? Mit dem Verkehrsmodell besitzt die KielRegion ein wirkungsvolles Instrument, um zukünftige Planungen auf einer sicheren Datenbasis umzusetzen.

Das Verkehrsmodell ist ein Analysetool und bildet in vereinfachter Form das reale Verkehrsgeschehen ab. Es zeigt die Verkehrsverflechtungen für die KielRegion, differenziert nach Zweck des Weges und Verkehrsmittelwahl.

Softwareexpert*innen haben die KielRegion in insgesamt 950 Verkehrszellen aufgeteilt. Auf Basis derselben wird das räumliche und verkehrstechnische Verhalten von 33 verhaltensähnlichen Personengruppen dargestellt. So wird insbesondere die Wirkung von baulichen und verkehrstechnischen Maßnahmen betrachtet und verglichen. Im Jahr 2019 hat die KielRegion das Verkehrsmodell aktualisiert und um weitere Angebote ausgebaut. Städte und Gemeinden aus der KielRegion können auf die Daten zurückgreifen. Damit können Planungen beschleunigt und Kosten gesenkt werden. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat die Aktualisierung im Rahmen des Sofortprogramms Saubere Luft gefördert.

Konnektivität und integrierte Mobilität

mobil.live

mobil.live ist ein neue interaktive Mobilitätsanwendung der KielRegion, welche die verschiedenen Mobilitätsangebote auf jedem web-fähigen Gerät, wie Smartphones oder Tablets sowie unseren digitalen Stelen darstellt. Mithilfe von dynamischen Echtzeit-Informationen und einer einfachen und durchdachten Benutzeroberfläche können sich die Nutzer*innen über die verschiedenen Mobilitätsangebote im Umkreis von 300 Meter ihres Standorts informieren. Die Live-Standorte von Fähren und Rollern, die Verfügbarkeit von Sharing-Angeboten oder Fahrzeiten von öffentlichen Verkehrsmitteln bildet die WebApp auf einer Karte in Echtzeit ab.

Die Anwendung dient der Sichtbarkeit aller klassischen und modernen Verkehrsangebote in der Region und zeigt erstmals alle Mobilitätsangebote gebündelt. Das Angebot erleichtert den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel und unterstützt die Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr zum klimafreundlichen Mobilitätsverbund.

Die KielRegion GmbH als Ideengeberin und zentrale Projektleitung koordiniert während des Entwicklungsprozesses die Zusammenarbeit aller Projektteilnehmer:innen. Dazu gehören, neben der Stadt Kiel, dem Kreis Plön und der Wirtschaftsförderungs Gesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde, unter anderem die Träger des öffentlichen Personennahverkehrs sowie alle Bike -, Roller- und Car-Sharing Anbieter in der KielRegion.

Die IT-Unternehmen ADDIX Internet Services und Hanseatics Rich Media wurden mit der Datenverarbeitung und Software-Entwicklung beauftragt.

Zu mobil.live

Smarte Mobilitätslösungen

Im Rahmen des Projekts SmarterLeben werden innovative Mobilitätsprojekte entwickelt und erprobt, die den Alltag der Menschen erleichtern und eine nachhaltige Verkehrswende unterstützen.

Smarte Kanalquerung Rendsburg

Smarte Kanalquerung Rendsburg 

Ziel 

Ziel ist die Echtzeit-Erfassung der Verkehrslage an den Querungspunkten des Nord-Ostsee-Kanals in Rendsburg, um diese Information an Verkehrsteilnehmde auszuspielen, um so Stau zu verringern.  

Hintergrund 

Bei den verschiedenen Querungspunkten des Nord-Ostsee-Kanals um Rendsburg gibt es zahlreiche Engstellen, die bei hohem Verkehrsaufkommen aus unterschiedlichen Gründen zu Stau führen.

Status

Die Information, ob der Tunnel gesperrt oder frei ist, gibt es ab sofort in der Rendsburg App (Link Google Playstore: Rendsburg App – Apps bei Google Play iOS: Rendsburg App App – App Store) und als Widget auf der Rendsburger Homepage. Die App informiert in Echtzeit und auch per Pushnachricht über den aktuellen Status des Kanaltunnels. Die Informationen stehen für beide Fahrtrichtungen sowie für die jeweiligen Zufahrten zur Verfügung.

Die aktuellen Tunnelinformationen werden vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) bereitgestellt, über die Urbane Datenplattform „DatenDock“ der KielRegion GmbH verarbeitet und anschließend visualisiert.

Ansprechpartner Kielregion SmarterLeben
Carolin Bach
Projektkoordinatorin Digitale Mobilität (SmarterLeben, Mobilität)

Haßstraße 3-5
24103 Kiel

Umsetzungspartner

Verkehrsdatenanalysetool

Hintergrund

Verkehrsdaten stammen heute aus einer Vielzahl von Quellen, etwa aus Kameras, Lidar-Systemen, Induktionsschleifen oder Floating-Car-Daten. Diese Daten unterscheiden sich stark hinsichtlich Format, Struktur und Inhalt. Dadurch ist eine gemeinsame Auswertung bislang nur eingeschränkt möglich. Eine übergreifende, offene Lösung, die diese heterogenen Daten unabhängig von ihrer Herkunft zusammenführt und nutzbar macht, fehlt bisher. Für eine zukunftsfähige Verkehrs- und Mobilitätsplanung ist jedoch genau eine solche integrierte Datenbasis erforderlich.

Ziel

Ziel des Verkehrsdatenanalysetools ist die Entwicklung einer Anwendung, die Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenführt, vereinheitlicht, analysiert und verständlich visualisiert. Perspektivisch sollen auch Echtzeitdaten eingebunden werden können. Die Ergebnisse werden in übersichtlichen Visualisierungen sowie individualisierbaren Reports aufbereitet. Damit schafft das Tool eine fundierte Grundlage für datenbasierte Entscheidungen in der Verkehrs- und Mobilitätsplanung in der KielRegion.

Status

Mit dem Verkehrsdatenanalysetool ist die Umsetzungsphase gestartet. Für die Entwicklung werden gezielt Akteure eingebunden, die bereits mit Mobilitäts- oder Verkehrsdaten arbeiten, beispielsweise aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft. Geplant sind Test- und Entwicklungsworkshops, in denen Anforderungen, Anwendungsfälle und Nutzerbedarfe gemeinsam erarbeitet und erprobt werden. Interessierte sind eingeladen, ihr Fachwissen einzubringen und die Entwicklung aktiv mitzugestalten. Ansprechpartnerin ist Carolin Bach.

Ansprechpartnerin KielRegion SmarterLeben
Carolin Bach
Projektkoordinatorin Digitale Mobilität (SmarterLeben, Mobilität)

Haßstraße 3-5
24103 Kiel

Umsetzungspartner

Gemeinsam unterwegs – Digitale Verkehrshinweise

Gemeinsam unterwegs – Digitale Hinweise für ein entspanntes Miteinander

Hintergrund 

Die Kiellinie wird von Fußgänger*innen und Radfahrenden genutzt. Bei schönem Wetter wird die Promenade stark frequentiert, sodass es teilweise zu ungewollten Interaktionen zwischen Fußgänger*innen und Radfahrer*innen kommt. Die bisherige Lösung sind statische Schilder, die die Radfahrenden dazu anhalten, dauerhaft Schritttempo zu fahren. Ziel der Maßnahme „Gemeinsam unterwegs“ ist eine digitale und dynamische Handlungsempfehlung für Fahrradfahrende zu schaffen: Bei geringem Besucher*innenaufkommen auf der Kiellinie haben Fahrradfahrende freie Fahrt. Sollte sich der Bereich mit Fußgänger*innen füllen, wird Radfahrenden über eine digitale Infotafel die Veloroute als Ausweichstrecke empfohlen. Das vermeidet ungewollte Zusammentreffen und entlastet die begrenzte Fläche auf der Promenade. 

Status  

Die notwendige Sensorentechnik für die Erfassung der Daten befindet sich aktuell im Test.  

Ansprechpartner KielRegion SmarterLeben 
Carolin Bach
Projektkoordinatorin Digitale Mobilität (SmarterLeben, Mobilität)

Haßstraße 3-5
24103 Kiel

Umsetzungspartner

Smart Parken

Smart Parken

Wie Parkflächen mehrfach genutzt werden

Hintergrund  

In einer Zeit, in der öffentlicher Raum immer knapper wird, gewinnt die effiziente und nachhaltige Nutzung stetig an Bedeutung. Die Mehrfachnutzung von Parkflächen ist ein Ansatz, um dieser Raumknappheit zu begegnen und die Lebensqualität in dicht besiedelten Gebieten zu verbessern. Intelligente Parkraumkonzepte ermöglichen die optimale Nutzung bestehender Parkflächen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Lösung urbaner Mobilitäts- und Raumprobleme. Die Mehrfachnutzung von Parkflächen ermöglicht es, begrenzten Raum effizienter auszulasten, indem er je nach Tageszeit und Bedarf von unterschiedlichen Akteuren genutzt werden kann. Er ist ein Schlüssel zur Bewältigung drängender Fragen der Neuausrichtung von Mobilität und zur Förderung einer nachhaltigeren, lebenswerteren Umgebung. 

Kurzbeschreibung 

Im Rahmen der Sofortmaßnahme „Smart Parken“ wurde auf der Parkfläche des Kieler Innovations- und Technologiezentrum GmbH (nachfolgend KITZ) eine zusätzliche Nutzungsmöglichkeit für Anwohner*innnen geschaffen. Hierbei wurde in Zusammenarbeit mit den Unternehmen ADDIX und EDAG die bestehende Schrankenanlage mit einer Kennzeichenerkennung sowie einer Buchungsmöglichkeit per App ergänzt. Ebenso wurde Sensorik verbaut, um die Belegung von Parkplätzen erfassen zu können. Die Ergebnisse der Testphase wurden analysiert und in einer Handlungsempfehlung zusammengefasst. 

Ergebnis 

Die Handlungsempfehlung beinhaltet die Erfahrungen der Sofortmaßnahme Smart Parken am KITZ; die Öffnung für Anwohner*innen zur Nutzung bis dato nichtöffentlicher Parkflächen mittels Schrankenanlage und KFZ-Erkennung, sowie der Vergleich verschiedener Bodensensoren. Sie dient als praxisorientierte Grundinformation und gibt interessierten Kommunen, Gemeinden oder Unternehmen, die ebenfalls an der Mehrfachnutzung von Parkflächen interessiert sind, einen ersten Überblick. 

Das Pilotprojekt ist seit Juli 2024 mit dem Anbieter PEUKA in die Verstetigung gegangen. Die Kosten- und Wartungsintensive Schrankenanlage wurde abgebaut und durch die Weiterentwicklung der KFZ-Kennzeichenerkennung vollständig ersetzt. Die App trive.park wurde durch die App von PEUKA ersetzt und funktioniert nach einem anderen Geschäftsmodell. Diese Aktualisierung ist in der Handlungsempfehlung nicht berücksichtigt. Für weitere Fragen steht das Team der KielRegion | SmarterLeben gerne zur Verfügung. 

Weiterführende Infos/Dokumente:
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Carolin Bach
Projektkoordinatorin Digitale Mobilität (SmarterLeben, Mobilität)

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Zusammen Platz Machen

Zusammen Platz Machen

Effizientere Abfallentsorgung durch smarte Verkehrsüberwachung 

Ziel & Hintergrund  

Falschparkende Fahrzeuge behindern regelmäßig die Abfallentsorgung in Kiel – insbesondere in engen Straßen und Kreuzungsbereichen. Die Maßnahme „Zusammen Platz Machen“ setzt genau hier an: Mit dem Einsatz smarter Parksensoren soll die Verkehrsüberwachung verbessert und die Arbeit des Abfallwirtschaftsbetriebs Kiel (ABK) effizienter gestaltet werden. Das Ziel: saubere Straßen, weniger Verzögerungen und ein reibungsloser Ablauf für alle Beteiligten. In besonders kritischen Bereichen – darunter die Metzstraße im Französischen Viertel und die Krausstraße im Stinkviertel – werden rund 70 Parksensoren installiert.

Die Bodensensoren erkennen, wenn sich über einem Sensor ein großer Gegenstand, wie z.B. ein Fahrzeug, befindet und einen bestimmten Zeitraum dort verbleibt. Es werden keinerlei personenbezogene Daten erfasst. Anhand der Meldung in der Software hat das Ordnungsamt dann die Möglichkeit, den Sachverhalt vor Ort zu prüfen. Es gehen keine Parkflächen verloren – die Sensoren helfen lediglich, bestehende Regeln besser durchzusetzen und die Abläufe für die Abfallentsorgung zu optimieren.

Die Maßnahme wird in enger Kooperation zwischen der KielRegion GmbH, dem Tiefbauamt und Ordnungsamt der Landeshauptstadt Kiel sowie dem ABK umgesetzt. Sie zeigt, wie digitale Technologien konkrete Herausforderungen im urbanen Raum lösen können – für mehr Lebensqualität und smartere Mobilität.

Status

Die smarten Bodensensoren wurden in der KW 40 (ab 29.09.) in den genannten Straßenzügen installiert.

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Carolin Bach
Projektkoordinatorin Digitale Mobilität (SmarterLeben, Mobilität)

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Parklets

Parklets

Parklets – Im moderierten Prozess smarte und lebenswerte Räume schaffen

Hintergrund 

Unsere Städte und ihre Nachbarschaften verändern sich – Lebensqualität, Nachhaltigkeit und das soziale Miteinander stehen mehr und mehr im Fokus. Parklets sind eine attraktive Möglichkeit, die Lebens- und Aufenthaltsqualität in einer Nachbarschaft mit geringem Aufwand zu verbessern. Mit den Parklets denken wir städtischen Raum in der KielRegion neu. Wo vorher nur ein Auto stand, entstehen durch Parklets Orte, um sich mit einem Buch in die Sonne zu setzen, sich mit Freunden auf einen Kaffee zu treffen, oder um einen Snack in der Mittagspause zu genießen. Dadurch werden unsere Nachbarschaften lebendiger, attraktiver und vielfältiger. 

Kurzbeschreibung 

In einem kreativen Beteiligungsprozess haben wir gemeinsam mit den Bürger*innen und Akteur*innen aus der KielRegion Gestaltungsgrundlagen und einen Modulkatalog erarbeitet. Damit ermöglichen wir ein einheitliches und anpassungsfähiges Design der Parklets in der KielRegion sowie eine einfache Umsetzung für Städte und Gemeinden. Die Gestaltung der Parklets beruht auf einem breiten Konsens aller Beteiligten und insbesondere auf den Wünschen der Bürger*innen. Über SmarterLeben wurde der Beteiligungsprozess, der Gestaltungsprozess und das Design des Industriedesigners ermöglicht. 

Status / Ergebnis:

Alle Informationen zum bisherigen Prozess und zum Einrichten der Parklets auf öffentlichen Plätzen sind in unserem Handlungsleitfaden Parklets festgehalten: 

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Mobility Info Stele am Bahnhof Rendsburg

Mobility Info Stele am Bahnhof Rendsburg

Die Digitale Stele bietet den Nutzer*innen auf einer interaktiven Touch-Bedienoberfläche die Möglichkeit, sich mit Echtzeit-Daten zu den Mobilitätsangeboten im Umkreis von 300m zu informieren. Am Rendsburger Bahnhof werden so die Abfahrtszeiten von Bus und Bahn inkl. der etwaigen Verzögerungen angezeigt sowie die Verfügbarkeit des Bikesharing-System SprottenFlotte und von Flow-Carsharing. Auf einer Karte können sich die Nutzer*innen nicht nur räumlich orientieren und die Standorte und Haltestellen der Verkehrsmittel erkennen, sondern werden auch über die Angebote der Taxi-Unternehmen, von ReMo oder des Schienenersatzverkehrs informiert. 

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Carolin Bach
Projektkoordinatorin Digitale Mobilität (SmarterLeben, Mobilität)

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