Smarte Wasserplanung: Neue Pegeldaten im DatenDock KielRegion unterstützen Kommunen bei Klimaanpassung

Wie lassen sich Starkregen, Dürren und andere klimabedingte Extremereignisse besser vorhersehen? Mit der Maßnahme „Smarte Wasserplanung“ erprobt das Projekt SmarterLeben gemeinsam mit kommunalen Partnern in der KielRegion den Einsatz digitaler Pegelstandsensoren. Die vom dänischen KielRegion-Partnerunternehmen SmartBrønd erfassten Echtzeitdaten bilden eine verlässliche Grundlage für Planung, Vorsorge und Klimaanpassung und ermöglichen es Kommunen, fundiertere Entscheidungen zu treffen.

Ab sofort stehen die erfassten Pegel- und Durchflussdaten in einer digitalen Visualisierung auf dem DatenDock der KielRegion zur Verfügung. Die Anwendung ermöglicht einen einfachen und jederzeit aktuellen Überblick über Wasserstände an verschiedenen Messpunkten und schafft damit eine neue Datengrundlage für kommunale Planung und Klimaanpassung.

“Der Klimawandel stellt höhere Anforderungen daran, wie wir Wasser überwachen und bewirtschaften. Mit unseren Wasserstandsmessern erhalten Kommunen und Versorgungsunternehmen einen besseren Einblick darin, wie sich Wasserstände im Zeitverlauf entwickeln. Das schafft eine bessere Grundlage für die Planung der Klimaanpassung und gezielt dort anzusetzen, wo der Bedarf am größten ist”, sagt Mikkel Priess, Mitgründer von SmartBrønd.

Ein erster Praxistest wurde gemeinsam mit der Gemeinde Kalübbe und der Freiwilligen Feuerwehr im Kreis Plön umgesetzt. Dort wurden Löschwasserteiche mit digitalen Sensoren ausgestattet. Die Messwerte werden über das Funknetz LoRaWAN übertragen und auf der Datenplattform der KielRegion visualisiert, sodass kritische Pegelstände frühzeitig erkannt werden können.

Aufbauend auf diesen Erfahrungen wird die digitale Pegelüberwachung nun an weiteren Standorten in der KielRegion ausgebaut. Gemeinsam mit dem Tiefbauamt und dem Umweltschutzamt der Landeshauptstadt Kiel sowie dem Fachdienst Umwelt des Kreises Rendsburg-Eckernförde werden Sensoren zur Pegelstands- und Durchflussmessung in Regenrückhaltebecken, Fließgewässern und Grundwassermessstellen installiert.

„Mit der digitalen Pegelüberwachung schaffen wir eine wichtige Datengrundlage für die Klimaanpassung in der Region. Besonders wertvoll ist, dass die Daten nun zentral über das DatenDock bereitgestellt und von beteiligten Akteur*innen genutzt werden können. Die gewonnenen Informationen helfen Kommunen dabei, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Risiken besser einzuschätzen und Maßnahmen gezielter zu planen“, sagt Simon Radtke, Projektmanager der KielRegion.

Die digitale Pegelüberwachung reduziert den Aufwand für manuelle Kontrollen, ermöglicht automatische Warnmeldungen bei kritischen Wasserständen und liefert wertvolle Daten für Prognosen und Planungsprozesse. Die technische Umsetzung erfolgt gemeinsam mit dem dänischen Dienstleister SmartBrønd, der die Installation der Sensorik sowie die Anbindung übernimmt. Die Visualisierung und Weiterverarbeitung der Daten werden über das DatenDock der KielRegion bereitgestellt.

Mehr zu der Maßnahme finden Sie hier.

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